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Ratgeber · WEG & Verwaltung
Was kostet eine Mietverwaltung pro Monat? Preise im Überblick
Eine Mietverwaltung kostet pro Wohneinheit und Monat meist 15 bis 30 Euro netto. Andere Quellen nennen höhere Beträge, oft als Bruttowerte und für Neuverträge; die Zahlen sind deshalb nicht direkt vergleichbar. Dieser Beitrag zeigt, woher die Unterschiede kommen, was die Gebühr abdeckt und wann sich die Mietverwaltung pro Monat für kleine Bestände rechnet.
Das Wichtigste in Kürze
- Richtwert: 15 bis 30 Euro netto pro Wohneinheit und Monat.
- Neuverträge: Basissätze von 29,75 bis 41,65 Euro brutto pro Einheit und Monat (Stand 2026).
- Garagen und Stellplätze kosten meist zusätzlich.
- Bei kleinen Objekten kann ein Mindestumsatz gelten.
Was kostet eine Mietverwaltung pro Monat?
Nach dem Ratgeber von Matera sollten Eigentümer pro Wohneinheit mit 15 bis 30 Euro netto im Monat rechnen. Das sind Richtwerte, keine festen Preise.
Die Verwalterentgeltstudie von Haufe nennt für Neuverträge in der Mietverwaltung Basissätze von 29,75 bis 41,65 Euro pro Einheit und Monat brutto (Stand 2026). Beide Spannen passen nicht direkt aufeinander, weil sie aus verschiedenen Quellen stammen und die eine netto, die andere brutto angibt.
Die tatsächliche Höhe hängt von Objektgröße, Lage, Zustand der Immobilie und dem gewünschten Leistungsumfang ab. Ein Mehrfamilienhaus mit gleichartigen Wohnungen ist einfacher zu betreuen als ein Bestand mit häufigem Mieterwechsel.
Pauschale pro Einheit oder Prozent der Miete?
Eine gängige Form ist die Pauschale je Wohneinheit und Monat. Sie ist gut planbar: Die Gebühr bleibt gleich, solange sich Zahl der Einheiten und Leistungen nicht ändern.
Bei der prozentualen Abrechnung richtet sich das Honorar nach der Miete, meist der Kaltmiete oder der Bruttomiete. Steigt die Miete, steigt in der Regel auch die Gebühr, auch wenn sich der Aufwand kaum ändert. Bei niedrigen Mieten kann der Prozentsatz dagegen zu wenig einbringen, weshalb manche Verwalter einen Mindestbetrag verlangen.
Fragen Sie im Angebot genau nach der Bezugsgröße: Kaltmiete, Bruttomiete oder tatsächlich eingegangene Miete? Davon hängt ab, was Sie am Ende im Monat zahlen.
Was ist in der Mietverwaltung pro Monat enthalten?
Die monatliche Gebühr deckt die laufende Verwaltung der vermieteten Einheit ab. Typisch sind die Kommunikation mit den Mietern, die Kontrolle der Mieteingänge, die Betriebskostenabrechnung und die Abwicklung eines Mieterwechsels. Welche dieser Punkte im Grundentgelt stehen, regelt der Verwaltervertrag.
Als Checkliste für den Angebotsvergleich helfen diese Fragen:
- Ist die Betriebskostenabrechnung im Grundentgelt enthalten oder wird sie extra berechnet?
- Wer kümmert sich um Mängelmeldungen und beauftragt Handwerker?
- Was kostet ein Mieterwechsel mit Übergabe und neuem Mietvertrag?
- Gibt es einen festen Ansprechpartner für Mieter und Eigentümer?
- Wie kann der Vertrag gekündigt werden?
Je klarer das Angebot diese Punkte benennt, desto leichter lässt sich die Mietverwaltung pro Monat mit anderen Angeboten vergleichen. Ein niedriger Grundpreis mit vielen Einzelposten kann am Ende teurer sein als eine etwas höhere Pauschale mit größerem Leistungsumfang.
Netto oder brutto: Worauf Sie bei den Preisen achten sollten
Nettopreise verstehen sich ohne Umsatzsteuer, Bruttopreise enthalten sie. Das ist der häufigste Grund, warum Zahlen zur Mietverwaltung pro Monat so unterschiedlich wirken. Achten Sie deshalb bei jedem Angebot darauf, ob der genannte Betrag netto oder brutto gemeint ist.
Prüfen Sie deshalb bei jedem Angebot, ob der genannte Betrag netto oder brutto gemeint ist. Verlangen Sie im Zweifel beide Zahlen schriftlich. Ob und wie Sie die Verwaltungskosten steuerlich geltend machen können, klärt Ihre Steuerberatung im Einzelfall.
Ein weiterer Stolperstein ist die Bezugsgröße. Ein Preis „pro Einheit und Monat“ gilt für eine Wohnung, ein Preis „pro Anlage“ für das gesamte Objekt. Beides lässt sich nur vergleichen, wenn Sie die Zahl der Einheiten kennen.
Welche Zusatzkosten und Mindestumsätze kommen dazu?
Neben dem Grundentgelt fallen oft weitere Posten an. Bei Garagen und Stellplätzen nennt Matera 3 bis 5 Euro pro Parkplatz als zusätzliche Kosten. Auch Mieterwechsel, Sonderleistungen oder die Nebenkostenabrechnung für Vermieter können gesondert berechnet werden, wenn sie nicht im Vertrag enthalten sind.
Bei kleineren Beständen gilt häufig ein Mindestumsatz. Wer nur eine oder zwei Wohnungen vermietet, zahlt deshalb womöglich mehr, als der Preis pro Einheit vermuten lässt.
Versteckte Kosten lassen sich vermeiden, wenn Sie vor Vertragsabschluss eine vollständige Preisliste verlangen. Achten Sie besonders auf Entgelte für Einzelleistungen, die im Alltag häufig vorkommen.
Lohnt sich eine Mietverwaltung bei wenigen Wohnungen?
Die Entscheidung hängt weniger von der Zahl der Einheiten ab als von Ihrem Zeitaufwand und Ihrer Erfahrung als Vermieter. Wer neben Beruf und Familie eine vermietete Eigentumswohnung betreut, spart mit einer Mietverwaltung pro Monat oft mehr Zeit, als das Entgelt kostet. Bei mehreren Wohnungen oder einem Mehrfamilienhaus wächst der Aufwand für Mieterkontakt, Abrechnung und Instandhaltung spürbar.
Entscheidungshilfe in drei Schritten:
- Rechnen Sie Ihren eigenen Aufwand pro Monat grob zusammen: Mieteingang, Nachfragen, Abrechnung, Handwerker.
- Vergleichen Sie ihn mit dem Entgelt inklusive Mindestumsatz und Zusatzkosten.
- Berücksichtigen Sie Risiken wie Fristfehler bei der Abrechnung oder Streit mit Mietern.
Eine Übersicht zu den Unterschieden finden Sie im Beitrag Was kostet eine Hausverwaltung pro Wohnung im Monat?. Die Kosten für WEG-, Miet- und Sondereigentumsverwaltung unterscheiden sich, weil die Aufgaben verschieden sind.
Häufige Fragen
Sind Hausverwaltung und Mietverwaltung kostengleich?
Nein, nicht automatisch. Die WEG-Verwaltung, die Mietverwaltung und die Sondereigentumsverwaltung haben unterschiedliche Aufgaben und werden meist getrennt berechnet. Welche Leistungen jeweils dazugehören, steht im Verwaltervertrag.
Warum kostet die Verwaltung kleiner Objekte prozentual mehr?
Ein Teil des Aufwands fällt unabhängig von der Größe an: Verwaltervertrag, Buchhaltung, Abrechnung und Erreichbarkeit. Bei wenigen Einheiten verteilt sich dieser Grundaufwand auf weniger Mieten. Deshalb gibt es bei kleinen Beständen oft einen Mindestumsatz.
Welche Zusatzkosten können bei der Mietverwaltung entstehen?
Typisch sind zusätzliche Entgelte für Garagen und Stellplätze, für Mieterwechsel oder für besondere Leistungen wie die Betriebskostenabrechnung, wenn sie nicht im Grundentgelt enthalten ist. Lassen Sie sich im Angebot schriftlich aufführen, was inbegriffen ist und was extra berechnet wird.
Muss ich bei Mietverwaltung auf netto oder brutto achten?
Ja. Bei Nettopreisen kommt die Umsatzsteuer noch hinzu, bei Bruttopreisen ist sie enthalten. Vergleichen Sie Angebote nur, wenn alle Preise auf derselben Basis stehen.
Mietverwaltung anfragen: So gehen Sie vor
Holen Sie ein schriftliches Angebot ein und gleichen Sie es mit der Checkliste oben ab. Die Hartmann Immobiliengruppe stimmt die Vergütung für die Mietverwaltung individuell auf Kunde, Objekt und Leistungen ab; üblich ist eine monatliche Vergütung je Einheit. Die Mietverwaltung gibt es auch für einzelne vermietete Eigentumswohnungen.
Hartmann Immobiliengruppe
Betreut wird von Illertissen aus im Umkreis von rund 100 km. Alles Weitere zum Leistungsumfang finden Sie auf der Seite Mietverwaltung in Illertissen und Umgebung. Dort können Sie Ihr Objekt auch unverbindlich vorstellen.
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